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Geschichte Südtirols

Hier wurde Geschichte geschrieben.

Südtirol bietet seinen Gästen neben eienr wunderbaren
Landschaft auch viele historische Orte und Plätze.

Unterstrichenes: Ausflugsziele

Das Land und die Landschaft in Südtirol erzählt eine jahrtausende lange Geschichte.
Für jeden Besucher wird es ein Bedürfnis sein, diese zu erkunden, um die Gegenwart
zu verstehen. Besonders im letzten Jahrhundert wurde die Geschichte Südtirols umgeschrieben.

Das Tiroler Gebiet ist bereits seit rund 10.000 Jahren, also bald nach der Eiszeit,
besiedelt. 4.000 v.Chr. begann man hier auch Ackerbau zu betreiben. Von dieser Zeit
zeugen der Fund der Gletschermumie Ötzi (www.ötzi.it in Bozen/Archäologiemuseum)
und einige andere Ausgrabungen in allen Teilen Tirols.
Castelfeder (zwischen Auer und Montan, ca. 10 km) ist eine uralte Siedlung deren früheste
Zeugnisse bis in das 2. Jahrhundert v. Chr. reichen. Stämme aus der Stein- und Bronzezeit, Räter,
Römer, Rätoromanen, Ostgoten, Langobarden, Franken und Bajuwaren haben sich ebenso hier
niedergelassen wie mittelalterliche Adelsgeschlechter und Ritter. Eine magische Anziehung umgibt
diesen sagenumwobenen Porphyrhügel, die submediterrane Pflanzenwelt trägt zur Stimmung bei.
Heute ist Castelfeder ein geschütztes Biotop.
Der Kupferabbau führte zu einem regen Handel in der vorchristlichen Zeit. Damals
schon reichte das Handelsnetz von der Nordsee bis ins Mittelmeer. Zeugnisse erster
Siedlungstätigkeit fanden sich aus dem 6. -5. Jahrtausend vor Chr. bei St. Jakob/Leifers und auch
in der nähe des Campingplatzes zwischen A. Hofer und Galizienstrasse belegt eine Kulturschicht
mit Kohlen ein weiteres Siedlungsgebiet.

Handel dank Via Claudia Augusta
Von 450 v. Chr. bis zur Römischen Invasion siedelten in den Tiroler Alpen vor allem Völker, welche
von den Kelten aus den umliegenden Gebieten verdrängt wurden. Die Römischen Feldherren Drusus
und Tiberius eroberten im Jahr 15 v. Chr. das Tiroler Gebiet und teilten es auf die römischen Provinzen
Rätien und Noricum. Meran, Bozen und der äußere Süden des Landes gehörten zur Provinz Venetia et
Histria. In dieser Zeit übernahmen die in Tirol lebenden illyrischen Stämme das Vulgärlatein und verbanden
es mit ihrer eigenen Sprache. Daraus wurde dann das noch heute in den Dolomitentälern
(Grödner- und Gadertal) gesprochene Rätoromanisch oder Ladinisch.
Die römische „via Claudia Augusta“ lies Tirol vom Fernhandel profi tieren. Als Siedlungsgebiet
wurde es jedoch kaum genutzt.
Im 12. Jahrhundert entstand im südlichen Teil des Herzogtums die Grafschaft Tirol mit Sitz
im Schloss Tirol bei Meran.
1189 wird Leifers erstmals urkundlich erwähnt und als Hauptstützpunkt des Erzbistums Trient
eine Burganlage und das St. Peterskirchlein als Burgkapelle errichtet. Das St. Peterskirchlein ist heute
das Wahrzeichen der Stadt.
Eine der wichtigsten Habsburger Persönlichkeiten für Tirol war Kaiserin Maria Theresia (1717-1780).
Sie führte 1774 die „allgemeinen Schulordnung“ ein und regelte den Schulbetrieb auch durch die
Einführung der Schulpfl icht (Unterrichtspfl icht) vom 6. bis 12. Lebensjahr. 1809 entlud sich der
Widerstand gegen die bayerische Politik unter dem Grafen Maximilian von Montgelas im Tiroler
Volksaufstand (1809), der von Andreas Hofer (Passeiertal), Josef Speckbacher und
Pater Joachim Haspinger angeführt wurde.
Nach dem für das Habsburger Vielvölkerreich (Kaiserreich Österreich-Ungarn) verlorenen
Ersten Weltkrieg wurde 1920 das zu 97 % deutschsprachige Südtirol von Italien annektiert. Obwohl die
neue Republik Deutschösterreich ganz Deutschtirol für sich beanspruchte, wurde im Friedensvertrag
von Saint-Germain die Angliederung des südlich des Brenner liegenden Teils Tirols - gegen den Willen der dortigen
Bevölkerung - an Italien besiegelt.
Mit der Machtergreifung des Duce Benito Mussolini begann für die Südtiroler mit der Italianisierung
eine Phase der Unterdrückung. Als 1938 der Diktator des Dritten Reiches Adolf Hitler seine
österreichische Heimat an das Deutsche Reich anschloss, schöpften viele Südtiroler neue
Hoffnungen auf Loslösung vom italienischen Staat und Wiedervereinigung mit dem übrigen Tirol.
Nach dem Sturz Mussolinis wurde der Einzug der deutschen Truppen in Südtirol zunächst mit
Begeisterung aufgenommen. Zwischen 1943 und 1945, während die Nationalsozialisten das Land
beherrschten, waren jedoch mehr Todesopfer zu beklagen als während der Zeit des faschistischen
Regimes von 1922 bis 1942.

Machtgerangel um Südtirol

Nach dem zweiten Weltkrieg bestand für die Südtiroler kurzzeitig die Hoffnung auf Wiedervereinigung
mit Tirol, die aufgrund der schwachen Position Österreichs bei den Südtirol-Verhandlungen
in Paris (1945) jedoch bald enttäuscht wurden. Es konnte die Siegermächte nicht von dem
demokratischen Anspruch der Bevölkerung auf Wiedervereinigung überzeugen. Und so blieb
Südtirol ein Teil Italiens.
Seit dem Staatsvertrag 1955 war Südtirol außerdem zentrales Thema der Außenpolitik
Österreichs, so dass das Südtirol-Problem nach diversen erfolglosen Sondierungsgesprächen
zwischen Rom und Wien erstmals auf die Tagesordnung der UNVollversammlung kam.
Mit der UN-Resolution 1497/XV vom 31.Oktober 1960 wurde festgestellt, dass der Pariser Vertrag
bindend sei und dessen Punkte einzuhalten seien. Italien erklärte sich zwar zur besseren
Durchführung des bestehenden Autonomiestatutes bereit, in der Praxis änderte sich aber kaum etwas.

Autonomes Südtirol
Die italienische Verfassung erkennt heute die Autonomie Südtirols, amtlich autonome Provinz
Bozen, offi ziell an. Somit findet sich der Grundstein für die südtiroler Autonomie direkt in Italiens
höchster Rechtsquelle. Die Vielfalt der Bevölkerungsgruppen lässt die Südtiroler auch viele Vorteile
in einer immer globalisierteren Welt genießen. So ist z.B. die Zweisprachigkeit - mit Englisch
ist eigentlich jeder jüngere Südtiroler dreisprachig- ist ein Vorteil in Wirtschaft und Tourismus.
Die Verschmelzung der Kulturen in der Küche lässt Südtirol zu einer der besten Gourmetregionen
weltweit werden.
In den letzten Jahren interessierten sich immer mehr Minderheiten in und außerhalb Europas für das
Modell der Südtiroler Autonomie. Unter Anderem fanden bereits einige Gespräche mit Dalai Lama
statt, der Südtirol gerne besucht.

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